{"id":101,"date":"2012-11-06T09:58:36","date_gmt":"2012-11-06T09:58:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.radio-science.eu\/?page_id=101"},"modified":"2023-11-10T14:55:12","modified_gmt":"2023-11-10T14:55:12","slug":"die-venus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.radio-science.eu\/en_us\/missionen-und-ziele\/venus-express\/die-venus\/","title":{"rendered":"The Planet Venus"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"wp-block-heading\">General<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright\"><a href=\"http:\/\/www.radio-science.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/venus01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.radio-science.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/venus01-300x300.jpg\" alt=\"Die Venus Quelle: NASA\" class=\"wp-image-136\" srcset=\"https:\/\/www.radio-science.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/venus01-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.radio-science.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/venus01-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.radio-science.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/venus01-332x332.jpg 332w, https:\/\/www.radio-science.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/venus01-432x432.jpg 432w, https:\/\/www.radio-science.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/venus01-268x268.jpg 268w, https:\/\/www.radio-science.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/venus01.jpg 577w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">The Planet Venus<br>Quelle: NASA<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Venus ist nach Sonne und Mond das hellste Objekt am Himmel. Wegen ihrer N\u00e4he zur Sonne ist Venus entweder nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang nur kurz am Nachthimmel zu sehen. Wie bei Merkur wurde geglaubt, dass es sich bei ihr um zwei verschiedene Himmelsk\u00f6rper handelt: Eosphorus, der Morgenstern und Hesperus, der Abendstern.<br>Als Planet, dessen Umlaufbahn sich zwischen Erde und Sonne befindet (innerer Planet), sind die Phasen der Venus gut zu erkennen und veranlassten Galilei unter anderem das Bild des heliozentrischen Sonnensystems zu erkennen.<br>Venus ist von der Sonne aus der zweite Planet des Sonnensystems und hat eine nahezu kreisf\u00f6rmige Umlaufbahn (Exzentrizit\u00e4t weniger als 1 %). Die Rotationsdauer um die eigene Achse, also ein Venustag, dauert 243 Erdtage, sogar ein wenig l\u00e4nger als ein Venusjahr und die Rotation ist gegenl\u00e4ufig, das hei\u00df sie rotiert um ihre eigene Achse in eine andere Richtung als die Erde. So geht auf ihr die Sonne im Westen auf und im Osten unter. Sie ist nur wenig kleiner als die Erde (80 % Erdmasse, 95 % Erddurchmesser) und ist 0,72 AU (Astronomische Einheit) von der Sonne entfernt. Sie besitzt wenige Einschlagskrater, was auf eine junge Oberfl\u00e4che hinweist. Der Druck, der an ihrer Oberfl\u00e4che herrscht, ist mit 90 Atmosph\u00e4ren extrem hoch. Die Atmosph\u00e4re besteht zu 96 % aus CO<sub>2<\/sub>, wodurch ein Treibhauseffekt die Oberfl\u00e4che auf ca. 740 K (entspricht 467 \u00b0C) aufheizt. Obwohl sie weiter von der Sonne entfernt ist als Merkur, ist sie hei\u00dfer. Weiterhin besteht die Atmosph\u00e4re aus 3,5 % Stickstoff, 0,135 % Wasserdampf, Spuren von Schwefeldioxid, molekularem Sauerstoff, Helium, Argon und Neon. Zwischen 30 km und 48 km H\u00f6he befindet sich eine wolkenarme Dunstschicht, dar\u00fcber bis 70 km die am st\u00e4rksten bew\u00f6lkte Schicht und dar\u00fcber wieder eine Dunstschicht. Die Ionosph\u00e4re besteht aus zwei Schichten. Der schwefels\u00e4urehaltige Regen auf der Venus erreicht den Boden nicht, da er aufgrund der hohen Temperaturen vorher verdampft.<br>W\u00e4hrend an der Oberfl\u00e4che geringe Windst\u00e4rken herrschen, sind die Winde in der Hochatmosph\u00e4re sehr stark mit Windgeschwindigkeiten bis zu 400 km\/h. Daher dauert die Rotation der Hochatmosph\u00e4re im Gegensatz zur Oberfl\u00e4che auch nur f\u00fcnf Tage; dieses Ph\u00e4nomen wird auch als &#8222;Superrotation&#8220; bezeichnet. Die Venus besitzt, im Gegensatz zur Erde, kein Magnetfeld.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Composition<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright\"><a href=\"http:\/\/www.radio-science.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/venus02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"233\" src=\"http:\/\/www.radio-science.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/venus02-300x233.jpg\" alt=\"Der innere Aufbau der Venus Quelle: ESA\" class=\"wp-image-137\" srcset=\"https:\/\/www.radio-science.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/venus02-300x233.jpg 300w, https:\/\/www.radio-science.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/venus02-700x544.jpg 700w, https:\/\/www.radio-science.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/venus02-332x258.jpg 332w, https:\/\/www.radio-science.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/venus02.jpg 765w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der innere Aufbau der Venus<br>Source: ESA<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Venus is one of the terrestrial planets, e.g. planets similar to Earth. People guess that the shell composition is similar to the one on Earth, e.g. an iron core with a mantle and a crust above. Durch Konvektion verursachte Spannungen bauen sich allerdings in vielen kleinen Gebieten ab und nicht wie bei der Erde haupts\u00e4chlich an Kontinentalplatten.<br>Da keine kleineren Meteoritenkrater auf der Oberfl\u00e4che gefungen wurden, kann man davon ausgehen, dass kleinere Meteoriten in der dichten Atmosph\u00e4re vergl\u00fchen, bevor sie den Boden erreichen. Auch treten Krater geb\u00fcndelt auf, was daran liegen kann, dass gr\u00f6\u00dfere Objekte beim Eintritt in die Atmosph\u00e4re zerbrechen.<br>Die \u00e4ltesten Gebiete der Venus werden auf 800 Millionen Jahre gesch\u00e4tzt und es wird vermutet, dass Vulkanismus \u00e4ltere Oberfl\u00e4chen umwandelte, wodurch auch gr\u00f6\u00dfere Meteoritenkrater zerst\u00f6rt wurden. Anzeichen f\u00fcr Vulkanismus sind sogenannte Pfannkuchenvulkane, die von eruptierter z\u00e4her Lava stammen und Coronae, eingest\u00fcrzte Hohlr\u00e4ume oberhalb von Lavakammern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Oberfl\u00e4che<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright\"><a href=\"http:\/\/www.radio-science.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/venus03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"227\" src=\"http:\/\/www.radio-science.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/venus03-300x227.jpg\" alt=\"Radarbild der Venus-Oberfl\u00e4che Quelle: ESA\" class=\"wp-image-138\" srcset=\"https:\/\/www.radio-science.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/venus03-300x227.jpg 300w, https:\/\/www.radio-science.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/venus03-332x251.jpg 332w, https:\/\/www.radio-science.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/venus03.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Radarbild der Venus-Oberfl\u00e4che<br>Source: ESA<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Oberfl\u00e4che der Venus besteht zu 60 % aus leichten Erhebungen und Senken (+\/- 500m), es gibt aber auch hohe Gebirgsz\u00fcge. 90 % der Oberfl\u00e4che sind vulkanisch entstanden wobei die gr\u00f6\u00dften Vulkane einen Durchmesser von bis zu 350 km haben. Es existieren ebenfalls Lavastr\u00f6me, der l\u00e4ngste, Mylitta Fluctus, hat eine L\u00e4nge von 800 km. Dies weist auf d\u00fcnnfl\u00fcssige Laven und hohe Produktionsraten hin. Die h\u00f6chsten Erhebungen sind die Maxwell Montes, die bis zu 11.800 m hoch sind.<br>Die erste Raumsonde die zur Venus flog, war Mariner 2 im Jahre 1962. Im Laufe der darauf folgenden Jahre wurde der Planet von \u00fcber 20 weiteren Sonden besucht. So z. B. die sowjetische Sonde Venera 7, die als erste auf einem anderen Planeten landen sollte, sowie Verena 9, die als erste Fotos von der Oberfl\u00e4che zur\u00fcck zur Erde sendete. Mit Hilfe der US-Sonde Magellan konnten durch Radarabtastungen detaillierte Karten der Venusoberfl\u00e4che erstellt werden. Da die dichte Wolkenh\u00fclle den Blick auf die Oberfl\u00e4che verhindert, sind dies die einzigen Quellen, aus denen unsere Kenntnisse der Venusoberfl\u00e4che stammen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table is-style-stripes\"><table><tbody><tr><td colspan=\"2\">\n<h3>Physikalische Eigenschaften<\/h3>\n<\/td><\/tr><tr><td>mass<\/td><td>4,8685 * 10<sup>4<\/sup> kg<\/td><\/tr><tr><td>Volumen<\/td><td>92,843 * 10<sup>10<\/sup> km<sup>3<\/sup><\/td><\/tr><tr><td>\u00c4quatorialradius<\/td><td>6051 km<\/td><\/tr><tr><td>Polarradius<\/td><td>6051 km<\/td><\/tr><tr><td>mittlerer Radius<\/td><td>6051 km<\/td><\/tr><tr><td>Fluchtgeschwindigkeit<\/td><td>10,36 km\/s<\/td><\/tr><tr><td>Oberfl\u00e4chenschwerkraft<\/td><td>8,87 m\/s<sup>2<\/sup><\/td><\/tr><tr><td>mittlere Dichte<\/td><td>5243 kg\/m<sup>3<\/sup><\/td><\/tr><tr><td>nat\u00fcrliche Satelliten<\/td><td>keine<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table is-style-stripes\"><table><tbody><tr><td colspan=\"2\">\n<h3>Bahneigenschaften<\/h3>\n<\/td><\/tr><tr><td>gro\u00dfe Halbachse<\/td><td>108,21 * 10<sup>6<\/sup> km<\/td><\/tr><tr><td>Aphel (sonnenn\u00e4chster Punkt)<\/td><td>108,94 * 10<sup>6<\/sup> km<\/td><\/tr><tr><td>Perihel (sonnenfernster Punkt)<\/td><td>107,48 * 10<sup>6<\/sup> km<\/td><\/tr><tr><td>Bahnexzentrizit\u00e4t<\/td><td>0,0067<\/td><\/tr><tr><td>Bahnneigung<\/td><td>3,39 Grad<\/td><\/tr><tr><td>Tagesl\u00e4nge<\/td><td>2802 h<\/td><\/tr><tr><td>Neigung gegen die Bahnebene<\/td><td>177,36 Grad<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allgemeines Die Venus ist nach Sonne und Mond das hellste Objekt am Himmel. Wegen ihrer N\u00e4he zur Sonne ist Venus entweder nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang nur kurz am Nachthimmel zu sehen. Wie bei Merkur wurde geglaubt, dass es sich bei ihr um zwei verschiedene Himmelsk\u00f6rper handelt: Eosphorus, der Morgenstern und Hesperus, der Abendstern.Als Planet, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":98,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"_uag_custom_page_level_css":"","site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"class_list":["post-101","page","type-page","status-publish","hentry"],"uagb_featured_image_src":{"full":false,"thumbnail":false,"medium":false,"medium_large":false,"large":false,"1536x1536":false,"2048x2048":false,"trp-custom-language-flag":false},"uagb_author_info":{"display_name":"Admin","author_link":"https:\/\/www.radio-science.eu\/en_us\/author\/admin\/"},"uagb_comment_info":0,"uagb_excerpt":"Allgemeines Die Venus ist nach Sonne und Mond das hellste Objekt am Himmel. Wegen ihrer N\u00e4he zur Sonne ist Venus entweder nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang nur kurz am Nachthimmel zu sehen. Wie bei Merkur wurde geglaubt, dass es sich bei ihr um zwei verschiedene Himmelsk\u00f6rper handelt: Eosphorus, der Morgenstern und Hesperus, der Abendstern.Als Planet,&hellip;","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.radio-science.eu\/en_us\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/101","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.radio-science.eu\/en_us\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.radio-science.eu\/en_us\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.radio-science.eu\/en_us\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.radio-science.eu\/en_us\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=101"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.radio-science.eu\/en_us\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/101\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1785,"href":"https:\/\/www.radio-science.eu\/en_us\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/101\/revisions\/1785"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.radio-science.eu\/en_us\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/98"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.radio-science.eu\/en_us\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=101"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}